Hallo zusammen,
Achtung! Das wird ein Roman als Lektüre fürs Wochenende ![]()
Ich bin Maxi und möchte hier gerne einmal die bisherige Geschichte von mir und meiner FZR aufschreiben. Zum Teil, damit ich es selbst für mich noch einmal zusammenfasse.
Für die meisten hier im Forum bin ich wahrscheinlich noch ein Küken. Meine FZR ist tatsächlich deutlich älter als ich.
Mein Vater hat die FFZR 1000 (3LE) in 1990 neu gekauft und hat sie die nächsten Jahre als Sportstourer in ganz Europa benutzt. Berge von Diaboxen auf dem Dachboden meiner Eltern zeugen von Touren von meinem Vater und seinen Freunden nach Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, dem Balkan und und und.
Als erst ich und dann meine kleine Schwester geboren wurden, wurde die Yamaha meiner Mutter zur Liebe hinten im Carport geparkt (Wie es so oft passiert). Über die nächsten Jahre würde sie nur noch zum TÜV gebracht, bis sie 2005 komplett abgemeldet wurde. Während die FZR immer mehr verdeckte gab es auch immermal wieder Leute, die das Motorrad kaufen wollten, aber für meinen Vater hingen daran zu viele Erinnerungen und er gab es nie weg.
Mit den Jahren wurde ich dann irgendwann ein Fan von allem was einen Motor hat und fing an an Autos zu schrauben, bis ich - relativ spät - mit 25 zum Motorradfahren kam. Eigentlich wollte ich mir für die Stadt eine Simon Schwalbe herrichten (auch weil man Sie mit dem Autoführerschein fahren kann), aber wegen der mittlerweile astronomischen Preise, würde es letztendlich eine Honda CB125T aus 1980. Die Honda stand bei einem Unifreund, der sie aus einer Sammlung gekauft hatte, aber nie dazu gekommen war sie für sich fertig zu machen. Auch die Honda war schon Jahre lang nicht gelaufen und somit wurde sie mein erstes Motorradprojekt. Die alte Honda wurde im Café-Racer-Stil umgebaut und neu lackiert und ich machte erstmal die B196-Führerscheinerwiterung, damit ich sie überhaupt fahren konnte.
Noch bevor die Honda fertig war, hatte ich so viel Blut geleckt, dass ich mich mit meinem Vater hinsetzte und wir einen Deal schlossen. Ich bekomme die FZR geschenkt, wenn ich den A-Führerschein mache, die FZR wieder auf die Straße bringe und sie in der Familie bleibt. Mein Vater schlug ein, weil er der meinte, dass ihm das Motorrad auch Leid tat, er aber weder das Know-How hat, um die Yamaha wieder aufzubauen, noch den Mut in seinem Alter noch einmal auf eine Supersortler zu steigen.
Gesagt getan. Ein paar Monate später meldete mich wieder bei der Fahrschule an und im Januar 2025 schoben wir die FZR vom Carport meiner Eltern in die leere Garage bei meiner Oma und begannen die jahrzehntealten Schichten von Staub, Dreck und Gabelöl zu entfernen. Am Anfang war durch den Dreck gar nicht ersichtlich, ob das Motorrad überhaupt zu retten war.
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Als alles grob gereinigt und zerlegt war würde klar, dass die FZR die Jahre der Vernachlässigung tatsächlich besser weggesteckt hatte als erwartet. Lediglich der Tank und die Vergaser waren nicht geleert worden (vermutlich in der Hoffnung bald mal wieder eine Runde drehen zu können), wodurch die Schwimmerkammern mit Honig gefüllt schienen und der Tank voller Rost war. Es dauerte allein ewig, bis wir den Tankdeckel wieder gangbar bekommen haben und wir waren nicht sicher, ob sich der Tank retten lässt.
To be continued...