Antriebswelle fest

  • Hi @ all

    lacht mich ruhig aus aber ich habe schon viel dazu im net gesucht und nichts wirklich hilfreiches gefunden.Da hier ja einige an ihren Dosen schrauben frage ich doch mal.

    Ich muß an meinem 626 das äußere Gelenk der Antriebswelle tauschen.Die erweist sich leider als so bockig wie ich es noch nie in 45+ Jahren Schrauberei erlebt habe.Sie steckt in der Radnabe fest als wenn es ein Teil wäre.

    Ich habe alle Straßentricks an ihr ausgelebt und als letztes nun das Spezialwerkzeug für den Job besorgt.Tja auch das hilft nicht,da tut sich nix selbst wenn das Werkzeug ächzt.


    Gruß Richard

  • Hi


    Wenn das so fest sitzt dann hilft nur noch gefühlvolles warm machen der Radnabe.

    Hast du einen normalen Abzieher oder einen hydraulisch unterstützen?


    Was natürlich beim warm machen passieren kann ist dass das Radlager kaputt gehen kann. Was auch bei vielen schlägen mit nem dicken Fäustel schaden nehmen kann.

  • manicmecanic :

    Ohne den 626 genauer zu kennen; vielleicht geht's da ja auch:

    Bei solchen Fällen habe ich bisher einfach ein paar Euro für Teile draufgelegt und gleich die Radnabe samt Lagern als "Fertigteil" mitgekauft; kostet heute nicht mehr die Welt.

    Da solltest Du den neuen Stummel dann gut reinbekommen.

    Bei den Asiaten, die ich bisher zwischen hatte, waren die Radnaben/lager einfach verschraubt, schwierig nur bei Toyota, weil Stahl in Alu => elektrochemische Korrosion.

    Falls Du mit dem Gelenkstummel nicht durchkommst, wo Du möglicherweise durch müßtest - schmaler flexen (ab ging meistens aus Platzmangel nicht).

    Wenn die Radnabe nicht einzeln demontierbar ist, mal nach Gebrauchtteil schauen und Achsstummel auf der Presse rausdrücken /lassen.

    Dann würde ich aber auch gleich neu lagern.


    Viel Erfolg!

  • danke erstmal

    Ich habe mir den normalen mechanischen Abzieher besorgt,warm gemacht habe ich noch nicht weil ich das Radlager bzw. Dichtungen nicht tillen wollte

    Aber wahrscheinlich habe ich das Radlager mit den Versuchen eh schon gehimmelt...wie die Radnabe im Achsschenkel fest ist kann ich so noch nicht sehen.

    Ich habe jetzt den Achsschenkel abgebaut und die Welle komplett aus dem Getriebe gezogen.

    Also liegt der Achsschenkel mom. mit der ganzen Welle da drin steckend auf der Werkbank,das äußere Gelenk wollte sich auch nicht vom Rest der Welle lösen obwohl die nur mit nem Sprengring in dem Gelenk gesichert ist.

    Meine nächste Idee wäre nun auch den Achsschenkel vom Rest der Welle zu befreien und dann mal beim Dorfmecanic zu fragen ob er das Ding in seine hydraulische Presse steckt um das kaputte Gelenk raus zu schieben.

    Gruß Richard

  • Leider hilft bei sowas oftmals nur richtig erwärmen, was natürlich das Material auch oftmals schädigen kann.

    Aber da es bestimmt noch das erste Antriebswellengelenk ist hat väterchen Rost genug zeit gehabt um sich zu verbinden


    Hatte schon Radlager gehabt die erst bei über 40Tonnen Druck und erwärmen sich gelöst haben


    Was hat der 626 gelaufen?? Kollege fährt nen 323, der bei 185 000km noch die ersten Radlager drin hat

  • boltex von würth, schweine teuer aber jeden euro wert

    ich hab schon alles an rostlöser durch aber das zeug topt alles um längen

  • danke nochmals

    der 626 ist von 96,ich habe ihn vor 2 Jahren vom 1. Besitzer mit 70tkm auf dem Tacho gekauft.Jetzt hat er knapp 100tkm hinter sich.

    Ich habs zwar schon mit Rostlöser geflutet aber werde den Tip mit Boltex testen.Paßt da ich heute keine Zeit habe daran zu würgen,dann darf Boltex bis morgen wirken.

    Gruß Richard

  • Status :

    ich war bei Würth,toll da ich kein Lohnschrauber mehr bin,also keine KFZ Werkstatt mehr nennen kann konnte ich da nix kaufen.

    Also bin ich auf dem Rückweg von Würth bei meiner Dorfschrauberei vorbei gedieselt.

    Die haben zwar tatsächlich keine hydraulische Presse aber einen brauchbaren Ersatz.Ein Abzieher der sich wohl aus einer LKW Werkstatt dahin verirrt hat :-)

    Also das Halbmeterteil an die Nabe gehakt und dann mit einem LKW zoll?großen Knebel nochmal gedrückt.Reichte immer noch nicht,also den Zollknebel mit einem Meter stabilen Stahlrohr verlängert.Als der Schraubstock die Werkbank wandern lassen wollte mußte ich mich noch gegen die stemmen,dann gabs endlich den erhofften Effekt...hat gut laut geknallt als die Wellenverzahnung sich gelöst hat.Alle anderen mecs guckten wer da was geknackt hat ;-)

    Die Radlager haben die Tortur natürlich nicht überlebt,also kann ich Gashands Tip folgen und mir faul gleich die neue Nabe mit schon montierten kaufen.

    Der alte Hase der mir half meinte daß Mazda und Ford die Verzahnung dummerweise auch noch verkleben würden,sieht man sich den Stummel an scheint das zu stimmen.Tja,man lernt nie aus,und ich habe ja vor 30 Jahren (shit bin ich alt) die KFZ Lohnschrauberei aufgegeben.Davor hatte ich auch nie viel mit Frontantriebsdosen zu tun,wenn dann fast nur mit deutschen Dosen.Da gabs nie auch nur ansatzweise derartige Probleme beim Ausbau von solch Teilen.Maximal ein paar Mal mit dem Kupferhammer erschrecken hat immer gereicht.


    Gruß Richard